Uni Klinik Frankfurt

Örtliche Bauaufsicht

Ingenieurbüro Wien, Ingenieurbüro Graz

Uni Klinik Frankfurt

Der Standort der Baumaßnahme befindet sich zentral auf dem Gelände des Klinikums der J.-W.-Goethe-Universität südlich des Mains, innerhalb der zusammenhängenden Bebauung der Stadt Frankfurt, am Theodor-Stern-Kai 7, 60596 Frankfurt am Main. Im Umfeld der Baumaßnahme befinden sich in Betrieb befindliche Klinikbauten. Das Baufeld befindet sich zentral bei Haus 23.

Baubeschreibung

Der Zentralbau von Haus 23 besteht aus den Sockelgeschossen mit einer Grundfläche von 142,50 x 97,50 m. Die Sockelgeschosse haben ein Tiefgeschoss, ein Untergeschoss, das Erdgeschoss und zwei Obergeschosse mit Hörsaalbereichen. Sie liegen mit der Südseite an einem abgesenkten und zum Teil geböschten Bestandsgelände. Dieses wird als BE- und Lagerfläche für alle Gewerke genutzt und ist über zwei Rampen erschlossen.

Im mittleren Bereich erhebt sich aus den Sockelgeschossen das 15-stöckige Bettenhochhaus (2 Tiefgeschosse, Erdgeschoss, 12 Obergeschosse) mit einer Grundfläche von 127,50 x 15,00 m. Die Pflegegeschosse mit den Pflegezimmern befinden sich in den Geschossen 3. OG – 11. OG. Das 12. OG ist eine Dachfläche mit Technikaufbauten.

Im Nord-Osten liegt der Neubau des 1. Bauabschnittes. Orthogonal zur Nord-West-Seite liegt die Eingangshalle. Parallel zur Nord-West-Seite verläuft die Magistrale (Achse L-B/20-4), welche zeitgleich zu den Sanierungsmaßnahmen der Bettenhochhausfassade gebaut wurde.

Raumkonzept

Im Tiefkeller sind Verbindungsbauteile zu den Nachbarbauwerken angeordnet. Dieser Bereich ist als Technikgeschoss konzipiert.

Im Untergeschoss befindet sich das Zentrallabor. Folgende Bereiche sind mit Labors ausgestattet:

Angiologie, Nephrologie, Dermatologie, Rheumatologie, Hämatologie. Es gibt zudem ein Stammzellenlabor sowie spez. Hämatologie, DANN Extraktion etc.

Desweitern findet man in diesem Geschoss die Rein-Unrein Bereiche mit Umkleiden, Dienstkleidungsausgabe, Archive, Logistik, Ärztezimmer Duschen etc.

Im Erdgeschoss sind die Untersuchungszimmer sowie Eingriffsräumlichkeiten untergebracht. Dazugehörig Stützpunkte, Bereitschaft und Wartebereiche. Im untergeordneten Umfang Bettenzimmer.

Im 1.Obergeschoss sind Untersuchungs- und Behandlungszimmer angeordnet. Zudem finden sich auch Eingriffszimmer, Ärztezimmer und Besprechungsräumlichkeiten. In diesem Geschoss erfolgen auch die Universitätsvorträge in den Hörsälen 1 und 2 wie auch in Seminar und Kursräumen. Im gleichen Bereich werden auch eine Cafeteria und Kioske betrieben.

Im 2.Obergeschoss sind überwiegend Technikbereiche erschlossen. Zudem werden aber auch Bereitschaftszimmer errichtet.

Rohbaumaßnahmen

Es wurden teilweise größere Bereiche des Gebäudes abgebrochen und neu errichtet. Diese Maßnahmen wurden in zeitlich getrennten Abschnitten aufgeteilt und in Quadranten ausgeführt. Die bestehenden Innenhöfe im westlichen und östlichen Quadranten wurden vergrößert und die bestehenden Einbauten in den Lichthöfen abgebrochen.

Besondere Maßnahmen zur Sanierung

Während der Bauzeit ist das Haus 23 teilweise in Betrieb geblieben. Zu den in Betrieb bleibenden Gebäudeteilen gehörten das Bettenhochhaus, die Hörsäle mit den zugehörigen Treppenhäusern und Zugängen von außen, eine interne Fahrstraße im Untergeschoss, der Verbindungstunnel im UG zu Haus 21, die Bettenreinigung und Kommissionierung im UG und die Technikbereich im TG sowie 2.OG. Zu berücksichtigen waren auch die zugehörigen Interimsbereiche.

Die Haustechnikteile wurden teilweise in den Technikzentralen erneuert oder ausgetauscht. Sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen in den Sockelgeschossen wurden neu verlegt. Die Versorgung über die Haustechnikschächte zum Bettenbauteil ab 3.OG-12.OG blieb aufrecht.

Höhenangaben

Gebäudehöhe (3. OG – 12. OG) 34,45 m OK Attika Bestand 143,35 über NN (OKFFB EG von 0,00 m entspricht 97,50 m über NN)

Bauteile

Die Sockelgeschosse sind vertikal in 18 Bauteile (statische Systeme) unterteilt. Die Haupterschließung der Abteilungen erfolgte über BT 33. Weitere Erschließungsmöglichkeiten waren über BT 31 und BT 35, sowie in den Bauteilen BT 11, BT 12 BT 13 und BT 14 gegeben. Neu errichtet wurden Erschließungen in den BT 22 und BT 24.

Beschreibung Grundsystem des Bestandes

Stahlbetonskelettbauweise im Raster 7,5 x 7,5 m. Das Deckensystem des Gebäudes besteht aus einer Rasterdecke mit flachen und breiten Unterzügen b/d = 200/40 cm bzw. 100/40 cm, dazwischen Deckenfelder d = 14 cm mit Spannweite 5,5 x 5,5 m, Stützen b/d = 60/60 cm. Aussteifung durch Vielzahl der Stützen bzw. aussteifenden Stb.-Wände. Brüstungen als Fertigteil nicht tragend. Nichttragende Innenwände gemauert.

Decken/abgehängte Decken

Neu zu errichtende Geschossdecken in BT 12 wurden mit 32 cm Deckendicke ausgeführt. Weitere Ergänzungen von Bestandsdecken waren mit einer Deckendicke von 14 cm im Anschluss an bestehende bzw. neue Unterzüge analog dem Bestand geplant. Die Stahlbetondecken in der Magistrale im 1. und 2. OG wurden als Leichtbetondecken mit einer Dicke von 10 cm bzw. 16 cm ausgeführt. Für das gesamte Gebäude waren bis auf in untergeordneten Räumen wie zB. Technikräumen, revisionierbare, abgehängte Decken vorgesehen.

Fakten

Projektzeit
03|2008 bis 03|2014
Auftraggeber
ARGE Universitätsklinikum Frankfurt Main I
Straße
Theodor-Stern-Kai 7
PLZ
60596
Stadt
Frankfurt am Main
Land
Deutschland

Unsere Tätigkeiten bei diesem Projekt

Örtliche Bauaufsicht

mehr Infos »

Haben Sie Fragen oder möchten Sie uns kennenlernen? Schreiben Sie jetzt eine Nachricht!

Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme und werden uns so rasch wie möglich bei Ihnen melden!

Danke!

Wir haben Ihre Nachricht erhalten und werden uns so rasch wie möglich bei Ihnen melden.

×
Top