Uni Klinik Frankfurt

Uni Klinik Frankfurt

Fakten

Projektzeit

03|2008 bis 03|2014

Auftraggeber

ARGE Universitätsklinikum Frankfurt Main I

Straße

Theodor-Stern-Kai 7

PLZ

60596

Stadt

Frankfurt am Main

Land

Deutschland

Leistungen

Örtliche Bauaufsicht

Der Standort der Baumaßnahme befindet sich zentral auf dem Gelände des Klinikums der J.-W.-Goethe-Universität südlich des Mains, innerhalb der zusammenhängenden Bebauung der Stadt Frankfurt, am Theodor-Stern-Kai 7, 60596 Frankfurt am Main. Im Umfeld der Baumaßnahme befinden sich in Betrieb befindliche Klinikbauten. Das Baufeld befinde sich zentral bei Haus 23.

Baubeschreibung

Der Zentralbau von Haus 23 besteht aus den Sockelgeschoßen mit einer Grundfläche von 142,50 x 97,50 m. Die Sockelgeschoße haben ein Tiefgeschoß, ein Untergeschoß, das Erdgeschoß und zwei Obergeschoße mit Hörsaalbereichen. Sie liegen mit der Südseite an einem abgesenkten und zum Teil geböschten Bestandsgelände. Dieses wird als BE- und Lagerfläche für alle Gewerke genutzt und ist über zwei Rampen erschlossen.

Im mittleren Bereich erhebt sich aus den Sockelgeschoßen das 15-stöckige Bettenhochhaus (2 Tiefgeschoße, Erdgeschoß, 12 Obergeschoße) mit einer Grundfläche von 127,50 x 15,00 m. Die Pflegegeschoße mit den Pflegezimmern befinden sich in den Geschoßen 3. OG – 11. OG. Das 12. OG ist eine Dachfläche mit Technikaufbauten.

Im Nord-Osten liegt der Neubau des 1. Bauabschnittes. Orthogonal zur Nord-West-Seite liegt die Eingangshalle. Parallel zur Nord-West-Seite verläuft die Magistrale (Achse L-B/20-4), welche zeitgleich zu den Sanierungsmaßnahmen der Bettenhochhausfassade gebaut wird.

Raumkonzept

Im Tiefkeller sind Verbindungsbauteile zu den Nachbarbauwerken angeordnet. Dieser Bereich ist als Technikgeschoß konzipiert.

Im Untergeschoß befindet sich das Zentrallabor. Folgende Bereiche sind mit Labors ausgestattet:

Angiologie, Nephrologie, Dermatologie, Rheumatologie, Hämatologie. Es gibt zudem ein Stammzellenlabor sowie spez. Hämatologie, DANN Extraktion etc.

Desweitern findet man in diesem Geschoß die Rein-Unrein Bereiche mit Umkleiden, Dienstkleidungsausgabe, Archive, Logistik, Ärztezimmer Duschen etc.

Im Erdgeschoß sind die Untersuchungszimmer sowie Eingriffsräumlichkeiten untergebracht. Dazugehörig Stützpunkte, Bereitschaft und Wartebereiche. Im untergeordneten Umfang Bettenzimmer.

Im 1.Obergeschoß sind Untersuchungs- und Behandlungszimmer angeordnet. Zudem finden sich auch Eingriffszimmer, Ärztezimmer und Besprechungsräumlichkeiten. In diesem Geschoß erfolgen auch die Universitätsvorträge in den Hörsälen 1 und 2 wie auch in Seminar und Kursräumen. Im gleichen Bereich werden auch eine Cafeteria und Kioske betrieben.

Im 2.Obergeschoß sind überwiegend Technikbereiche erschlossen. Zudem werden aber auch Bereitschaftszimmer errichtet.

Rohbaumaßnahmen

Es werden teilweise größere Bereiche des Gebäudes abgebrochen und neu errichtet. Diese Maßnahmen werden in zeitlich getrennten Abschnitten aufgeteilt und in Quadranten ausgeführt. Die bestehenden Innenhöfe im westlichen und östlichen Quadranten werden vergrößert und die bestehenden Einbauten in den Lichthöfen abgebrochen.

Besondere Maßnahmen zur Sanierung

Während der Bauzeit wird das Haus 23 teilweise in Betrieb bleiben. Zu den in Betrieb bleibenden Gebäudeteilen gehören das Bettenhochhaus, die Hörsäle mit den zugehörigen Treppenhäusern und Zugängen von außen, eine interne Fahrstraße im Untergeschoß, der Verbindungstunnel im UG zu Haus 21, die Bettenreinigung und Kommissionierung im UG und die Technikbereich im TG sowie 2.OG. Zu berücksichtigen sind auch die zugehörigen Interimsbereiche.

Die Haustechnikteile werden teilweise in den Technikzentralen erneuert oder ausgetauscht. Sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen in den Sockelgeschoßen werden neu verlegt. Die Versorgung über die Haustechnikschächte zu den Bettenbauteil ab 3.OG-12.OG bleibt aufrecht.

Höhenangaben

Gebäudehöhe (3. OG – 12. OG) 34,45m OK Attika Bestand 143,35 über NN (OKFFB EG von 0,00 m entspricht 97,50 m über NN)

Bauteile

Die Sockelgeschoße sind vertikal in 18 Bauteile, (statische Systeme) unterteilt. Die Haupterschließung der Abteilungen erfolgt über BT 33. Weitere Erschließungsmöglichkeiten sind über BT 31 und BT 35, sowie in den Bauteilen BT 11, BT 12 BT 13 und BT 14 gegeben. Neu errichtet werden Erschließungen in den BT 22 und BT 24.

Beschreibung Grundsystem des Bestandes

Stahlbetonskelettbauweise im Raster 7,5 x 7,5 m. Das Deckensystem des Gebäudes besteht aus einer Rasterdecke mit flachen und breiten Unterzügen b/d = 200/40 cm bzw. 100/40 cm, dazwischen Deckenfelder d = 14 cm mit Spannweite 5,5 x 5,5 m, Stützen b/d = 60/60 cm. Aussteifung durch Vielzahl der Stützen bzw. aussteifenden Stb.-Wände. Brüstungen als Fertigteil nicht tragend. Nichttragende Innenwände gemauert.

Decken/abgehängte Decken

Neu zu errichtende Geschoßdecken in BT 12 werden mit 32 cm Deckendicke ausgeführt. Weitere Ergänzungen von Bestandsdecken sind mit einer Deckendicke von 14 cm im Anschluss an bestehende bzw. neue Unterzüge analog dem Bestand geplant. Die Stahlbetondecken in der in der Magistrale im 1. und 2. OG werden als Leichtbetondecken mit einer Dicke von 10 cm bzw. 16 cm ausgeführt. Für das gesamte Gebäude sind bis auf in untergeordneten Räumen wie zB. Technikräumen, revisionierbare abgehängte Decken vorgesehen.