TDE Technology Park Trofaiach

TDE Technology Park Trofaiach

Fakten

Projektzeit

01|2014 - 2015

Auftraggeber

TDE Group

Straße

Landesstraße 116

PLZ

8793

Stadt

Trofaiach

Land

Österreich

Leistungen

Projektsteuerung
Örtliche Bauaufsicht

Die TDE Group mit derzeitigem Sitz in Leoben plant die Errichtung einer neuen Firmenzentrale bestehend aus Büro- und Werkstättengebäuden an der Landesstraße 116, Edling-Seizerstraße, am südlichen Rand der Stadtgemeinde Trofaiach, in der KG Gai.

Die Bauwerberin hat dazu einen Realisierungswettbewerb durchgeführt, dessen Ergebnis sich, wie nachfolgend beschrieben, darstellt.

Idee

Der Leitgedanke für das Gebäude-Konzept entstammt der Idee, das Betätigungsfeld des Betreibers in der Erdöl- und Erdgasgewinnung ablesbar zu gestalten. Die gesamte Gebäudestruktur soll diese Idee ersichtlich und spürbar machen.

In Ableitung der Tätigkeit des Unternehmers wird die Schichtung und Überlagerung von Gesteinsstrukturen thematisiert.

Städtebau

Die Anlage „TDE Technology Village“ wird von zwei langgestreckten, parallelen Gebäuden entlang der Edling-Seizerstraße (L 116) gebildet und von einer, den Gebäudekomplex überragenden Bohrturmhalle, akzentuiert. Der höhergelegene nördliche Büro- und Verwaltungstrakt an der Landesstraße bildet mit dem tieferliegenden südlichen Werkhallentrakt einen geschützten zentralen Freiraum. Diese Anordnung schafft einen Campus, in dessen Zentrum sich der „Dorfplatz“ mit dem Haupteingang an der zentralen Vorfahrt befindet.

Der Bürotrakt mit seiner fingerartigen Geometrie reagiert sowohl auf den Maßstab der angrenzenden Einfamilienhausbebauung, als auch auf die Höhenentwicklung des bestehenden Geländes.

Die identitätsstiftende Landmark der Technology Village, die markante Bohrturmhalle, steht unmittelbar am südlichen Rand des Dorfplatzes. Sie ist über eine Besucherbrücke vom Bürogebäude aus direkt zu erreichen.

Den Abschluss des Campusgeländes wird im Endausbau das Veranstaltungsgebäude an der Edling-Seizerstraße, am Hochpunkt des Geländes bilden.

Verkehr und Erschließung

Die Erschließung des Campus erfolgt von der Landesstraße kommend über den Kläranlagenweg. Die Einfahrt zur Garage und die Einfahrt der Anlieferung sind getrennt. Die Hauptzufahrt zum Headquarter ermöglicht die Zufahrt für PKWs, Taxi und Einsatzfahrzeuge bis zum Haupteingang.

Die Warenanlieferung erfolgt grundsätzlich über den südlichen der Werkhallen gelegenen Anlieferungsbereich. Hier sind auch zusätzliche PKW—Stellplätze situiert.

Eine Zufahrt für Tieflader von der Hauptzufahrt kommend bis zur Bohrturmhalle und die Abfahrt über die Anlieferungsstraße ist möglich.

Büro und Verwaltung

Das Gebäude besteht aus einer zentralen, durchlaufenden Erschließungsachse, sowie 6 Quertrakten („Finger“). Von der Mitte aus, dem Headquarter am Dorfplatz, wird das Gebäude erschlossen. Dieses Konzept ermöglicht es, das Gebäude entsprechend den wachsenden Anforderungen schrittweise nach Osten und/oder Westen zu erweitern.

Im ersten Bauabschnitt wird das Headquarter errichtet. Auf 4 Geschossen werden Büros, Seminarräume, eine Cafeteria (mit 40 Sitzplätzen) und vollwertiger Küche, ein Shop, die Tiefgarage, sowie die erforderlichen Technikräume errichtet.

In der untersten Ebene, vom Dorfplatz aus, befindet sich der Haupteingang mit einen großzügigen Foyer, die Seminarräume und die Cafeteria mit direkt zugeordnetem Freibereich. Die Garage liegt hangseitig im Rücken des Gebäudes.

Auf den 3 Obergeschossen werden die Büro- und Verwaltungseinheiten untergebracht. Diese werden über das zentrale Stiegenhaus erschlossen.

Der Shop liegt straßenseitig eine Ebene oberhalb des Dorfplatzes. Es ist sowohl für die Bevölkerung der Umgebung als auch für die Belegschaft zugänglich. Zur Erreichbarkeit für die umliegende Bevölkerung wird eine Zufahrt zum Shop entlang des neu zu errichtenden Radweges geschaffen. Ergänzend werden mehrere Parkplätze, dem Shop zugeordnet.

Werkhallen und Bohrturm

Die Bohrturmhalle hat eine Grundfläche von etwa 20 x 20m. Zu Präsentations- und Besuchszwecken ist der Bohrturm begehbar. Im oberen Bereich des Bohrturms gibt es einen Veranstaltungsraum und eine Aussichtsplattform. Über Fenster ins Freie sowie in die Werkhallen werden Aus- und Einblicke geschaffen.

Die, an die Bohrturmhalle angeschlossenen Werk- und Montagehallen haben eine Breite von ca. 30m. Diese Hallen sind mit einer durchlaufenden Kranbahn (40 t Tragkraft) ausgestattet.

Die Hakenhöhe beträgt ca. 10m, um große Container manipulieren zu können.

Den jeweiligen Montagehallen sind 2-geschoßige Anbauten zugeordnet. Im Erdgeschoß werden Werkstätten mit kleineren Kranbahnen untergebracht, im Obergeschoß werden Büros, Garderoben und Sanitärräume angeordnet.

Im ersten Abschnitt wird die Bohrturmhalle, eine Produktionshalle mit Werkstätten, sowie eine kombinierte Test- und Lagerhalle errichtet.

Energieversorgung und Haustechnik

Die Energiebereitstellung für den Campus erfolgt durch den Anschluss an das öffentliche Versorgungsnetz. Die Energieversorgung für die Wärme- und Kältebereitstellung soll mittels Geothermie und Wärmepumpen unterstütz werden.

Das Stromversorgungsnetz wird mit einer USV-Anlage und einer Notstromanlage ergänzt.

Die Büroräume werden über öffenbare Fenster gelüftet. Innenliegende Räume werden mechanisch be- und entlüftet. Der hygienische Luftwechsel wird über eine mechanische Grundlüftung im gesamten Gebäude sichergestellt.

Zur notwendigen Kühlung der Räume werden Kühldecken mit zusätzlicher akustischer Wirkung eingesetzt. Schmutzwässer werden in das öffentliche Kanalnetz geleitet. Regenwässer werden auf dem Grundstück versickert.