Sport- und Wellnessbad Eggenberg

Sport- und Wellnessbad Eggenberg

Fakten

Projektzeit

06|2009 - 02|2011

Auftraggeber

Freizeit Graz GmbH

Straße

Janzgasse 21

PLZ

8020

Stadt

Graz

Land

Österreich

Leistungen

Projektsteuerung
Örtliche Bauaufsicht
Leistungen gemäß BauKG

Dieses Projekt wurde in ARGE mit Rinderer & Partner ZT KG abgewickelt.

Das Planungsgebiet erstreckt sich über das gesamte Grundstücksareal in der Größe von ca. 46.000m², bestehend aus der Baufläche 214/2 und der Gebäudefläche .476, KG 63107 Algersdorf und befindet sich im Eigentum der GBG Grazer Bau- und Grünlandsicherungsges.m.b.H.

Vom Planungsgebiet ausgenommen befindet sich der Parkplatz in der südöstlichen Ecke mit rund 100 PKW-Abstellplätze, die auch weiterhin vom Bereich Wellnessbad genutzt werden sollen. Die Parkplatz- und Verkehrsituation wurde im Zuge der Errichtung des Bades neu organisiert.

Die bestehende Bebauung im Norden und Osten des Grundstücks wurde abgebrochen. Das erst kurz zuvor neu errichtete Erlebnisfreibad für Kinder war zu erhalten. In ihrer Lage fixiert war weiters das 50m-Sportbecken. Das Sprungbecken mit Sprunganlage im Freien wurde zugunsten einer ökonomischeren Lösung für die Gesamtbebauung verlegt.

Es wird darauf hingewiesen, dass in der Kostenschätzung von einer Bebauung des nördlichen Grundstückteils ausgegangen wurde, das heißt, dass die bestehenden Liegewiesen und der Beachvolleyballplatz im südlichen Teil als Bestand gerechnet wurden.

Die gebaute neue Wasserwelt entwickelt sich an den straßenseitigen Grundstücksrändern.

„Der Sonne entgegen“ birgt eine Gebäudeschale mit umarmendem Gestus sämtliche Bade- und Wellnessaktivitäten. Unter einem gemeinsamen Dach liegen übersichtlich zonierte Funktionsabfolgen.

Der Eingangsbereich liegt 1,0 m über Straßenniveau, das Sportschwimmbad ist halbgeschoßig in das Gelände eingebettet. Aufgrund der vertikalen Schichtung ergeben sich folgende Vorteile:

  • Distanzierung zur Straße
  • Übersicht vom Eingangsbereich in alle Attraktionen der neuen Anlage
  • direkter Zugang zu den Zuschauertribünen
  • Garderoben und Schwimmbad befinden sich auf einer Ebene
  • Garderoben bedienen kreuzungsfrei auch den Außenbereich
  • kreuzungsfreier Kurzschluss Wellness und Schwimmbad
  • Schaffung einer Schwimmbadarena
  • gut überschaubare und durch Blickbeziehungen intensivierte Schwimmbadarena.

Der Wellnessbereich ist durch sanfte Geländemodellierung von den Blicken der Badegäste abgewandt und geschützt. Der zugeordnete Freibereich ist zwar Teil der Parklandschaft, aber dennoch durch die vertikale Distanz in seiner Intimität bestätigt. Raumzonierungen im Wellnessbereich folgen der notwendigen Abfolge von Öffentlich bis Privat. durch die im Raumvolumen eingehängte Ruheebene, die sowohl dem Ärzte- als auch dem Wellnessbereich zugeordnet ist, wird die Raumerfahrung des „Wellnessflügels“ dreidimensional.

Die Wegeführungen folgen streng dem Prinzip der Trennung von Schmutz- und Sauberbereich. Der Zugang zu den Innenbereichen kann für den Bade- und Wellnessgast nur über die Schleusenfunktion der Garderoben erfolgen. Der Zugang zum Freibereich ist sowohl über die Garderoben als auch über den Hauptdurchgang im Eingangsniveau möglich.

Die Parklandschaft des Eggenbergerbades war von jeher sowohl für den Freibereich des Bades als auch für den Bezirk ein wichtiger Naturraum. In Kombination mit Askö-Areal entsteht eine Art Freiraumarena.

Durch die Situierung und Ausbildung des Baukörpers sollen energetisch positive Voraussetzungen für den Betrieb des Schwimmbades geschaffen werden:

  • Einbettung des Schwimmbades in das Gelände
  • Öffnung der Fassade nach Süden und Westen für Energieeintrag im Winter
  • weit auskragendes Vordach zum Schutz gegen hochstehende Sommersonne
  • Energieabschottung gegen Norden.
  • gezielte Tageslichtführung ermöglicht lichtdurchflutete Funktionsbereiche.
  • Situierung der Haustechnikbereiche, insbesondere Lüftung und Wasseraufbereitung im Zentrum der Anlage zur Minimierung des haustechnischen Aufwandes wird die thermische Hülle als langlebiges Bauteil im Vergleich zur Haustechnikinstallation möglichst hochwertig ausgeführt und verhindert sowohl sommerlich als auch winterlich hohe Lasten für Heizen und Kühlen. Die Dachöffnungen bestehen aus translozierten Gläsern, zusätzlich streut die abgehängte Membran das Licht und garantiert Blendfreiheit. Die mikroperforierte abgehängte Foliendecke (Membran) sorgt gemeinsam mit horizontal und vertikal geschwenkten oder gekippten Längsfassaden für eine optimale Raumakustik.

Die Gebäudehülle besteht aus fugenoffenen, geschuppten Metallpaneelen, welche mit einem Abstand von 15 – 20 cm über der Dachbahn angebracht werden. Sie reflektieren die Sonne und tragen zur Beschattung und Durchlüftung der Dachabdichtung bei. Das Regenwasser fließt nur über eine kurze Strecke auf dem Paneel um in der offenen Fuge der Schuppung auf die wasserführende Dachbahn zu gelangen. Dadurch werden Verschmutzungen nicht weit über die sichtbare Oberfläche gewaschen. Gegen die Neigung gerichtete Schuppung erfüllt auch den Zweck eines Schneefängers.

Sicherheitstechnische Einreichung

Folgende sicherheitstechnische Einrichtungen wurden installiert.

  • Deep Blue Marine
  • Zutrittskontrolle
  • Brandmeldeanlage
  • Brandrauchentlüftung
  • Feuerwehrfunkanlage
  • Blitzschutzanlage