LKH Graz Chirurgie BE2

LKH Graz Chirurgie BE2

Fakten

Projektzeit

09|2017 - 12|2020

Auftraggeber

Krankenanstalten Immobiliengesellschaft mbH

Straße

Auenbruggerplatz 29

PLZ

8036

Stadt

Graz

Land

Österreich

© Rendering von Pernthaler

 

Leistungen

Örtliche Bauaufsicht Generalkoordination

Örtliche Bauaufsicht

In der zweiten Bauetappe wird der Westflügel des Bestandsgebäudes aus den 70er Jahren entkernt, so dass im Wesentlichen die Betonstrukturen bestehen bleiben.

Zusammen mit einem davor gesetzten Neubauteil entsteht ein zwölfgeschossiger Raumverbund, der grundrisslich und formal der ersten Bauetappe entspricht. Die Gliederung des D-Traktes in einen zweigeschossigen Sockel, einem Technikgeschoss, sieben Regelgeschossen, einem Sonderklassengeschoss sowie einem weiteren Technikgeschoss am Dach wird weitergeführt, so dass sich ein einheitliches und geschlossenes Erscheinungsbild ergibt. Der Funktionsbereich wird im Tiefparterre um eine PNU (Präoperative Narkoseuntersuchung) und im Erdgeschoss um eine zusätzliche Intensivstation ergänzt. Die Technikzone im ersten Obergeschoss wird erweitert und formal wie in der ersten Baustufe durch eine Lamellenstruktur abgesetzt. Die Stationsgeschosse mit vorwiegend Vierbettzimmern entsprechen jenen des D-Traktes. Nach Fertigstellung des C-Traktes werden mit einem administrativen Bereich in der Mitte des Bauwerkes je zwei Stationen bedient. Im vierten Obergeschoss ist eine Inquisitenstation in eine Abteilung eingebettet. Die Taillierung im neunten Obergeschoss mit den Klasse-Zimmern wird fortgeführt. Den Abschluss bildet das wiederum vorspringende Technikgeschoss.

Die Fassadengestaltung und innere Ausstattung entsprechen exakt dem ersten Bauabschnitt. Für alle Teilabschnitte gilt ein übergeordnetes Brandschutz- und Sicherheitskonzept.

Funktionen und Beziehungen

Vom 2. bis ins 8. OG befinden sich die Mutterstationen, im 9. ist die Sonderklasse situiert. Die Technikräume sind zum überwiegenden Teil im 1. und 10. OG verortet. Eine ICU mit 10 Betten ist im Erdgeschoß, die Erweiterungsflächen für den Aufwachraum sind im EG und im TP, die provisorische PNU im Tiefparterre situiert. Die Räumlichkeiten der Druckkammer im U1 bleiben bestehen. Der 2-geschossige sogenannte Bunker wird zu einem Garderobentrakt umgebaut. Die dazugehörigen Nassräume werden in zwei Geschossen zwischen U-GangSystem und Bunker eingefügt.

Die westlich vor dem C-Trakt liegende Fläche (Vorplatz West) wird zur Gänze befestigt, und voraussichtlich während Bauetappe 3 als Baustelleneinrichtungsfläche genutzt. Die Planung der hier zu verortenden Rettungsvorfahrt für die ZNA (inkl. Überdachung) erfolgt erst im Zuge von Bauetappe 3.

Die Ver- und Entsorgung des gesamten Gebäudes erfolgt ausnahmslos über das UGang-System .

Die Stationen werden über die zentrale Liftgruppe und eine Zweite im Nordturm ver- und entsorgt.

Städtebau und Architektur

Das städtebauliche Konzept des D-Traktes wird fortgeführt und mit der Sanierung des Nordturmes Richtung Norden abgeschlossen. Die Konturen der Geschosse Richtung Westen werden wie im D-Trakt umgesetzt und um eine provisorische Vordachkonstruktion im Bereich der Ein- und Ausgänge ergänzt.

Die Ostfassade des C-Trakts wird konstruktiv und bauphysikalisch saniert und an das Erscheinungsbild des D-Traktes angepasst. Die im nord-östlichen Bereich bestehende Hofsituation mit dem Eingang in den B- Trakt bleibt weitgehend erhalten, ist jedoch nur mehr fußläufig über Treppen erreichbar und nicht mehr für Autos (Rettungsfahrzeuge) befahrbar.

Bauablauf, Rochaden, Provisorien

Nach Freimachung des C-Traktes sind für den 2. Bauabschnitt mit Ausnahme von Umbauarbeiten im Anschlussbereich des D-Traktes (Aufwachbereich, Leitstellen) keine weiteren Rochaden vorgesehen. Die PNU im Tiefparterre wird provisorisch eingerichtet, wobei die bauliche Struktur dieser Zone aus Kostengründen für die nachfolgende ZNA vorgerichtet ist. Der C- Trakt liegt in der Mitte von mehreren In-Betrieb-befindlichen Bauwerken, außerdem gibt es seitens Bauherr Vorgaben, welche Wegstrecken über die Bauzeit hinweg immer aufrecht zu erhalten sind (Bsp. Weg von Heliport D-Trakt zu EBA Schockraum, etc).