LBS Murau Sanierung Internat

LBS Murau Sanierung Internat

Fakten

Projektzeit

2013 - 08|2015

Auftraggeber

LIG Steiermark

Straße

Heiligenstatt 10

PLZ

8850

Stadt

Murau

Land

Österreich

Leistungen

Örtliche Bauaufsicht

Bei dem Projekt handelt sich um die Sanierung und Erweiterung bestehender Schul- und Internatsgebäude auf dem Gelände der Landesberufsschule Murau. Die bestehenden Gebäude aus den 1960er-Jahren werden für diesen Zweck teilweise abgebrochen und aufgestockt bzw. werden Gebäudeteile neu errichtet, der Bestand wird saniert und umgebaut.

Das Projekt besteht aus drei Gebäuden: Haus 2, Haus 3 und Haus 4 und wird in zwei Bauabschnitte unterteilt:

  • 1. Bauabschnitt: Haus 3 und Haus 4
  • 2. Bauabschnitt: Haus 2

Der 2. Bauabschnitt kann erst nach Fertigstellung des 1. Bauabschnittes und durch Bezug des Nutzers begonnen werden.

Auf folgende Gegebenheiten wird besonders hingewiesen:

Bauen im Bestand

Gebäudeteile bzw. Bauteile und Oberflächen, die bestehen bleiben, sind bei Umbauarbeiten zu schützen. Die Haustechnikzentrale im Untergeschoß des Hauses 3 muss über die gesamte Bauzeit in Betrieb bleiben.

Bauen bei laufendem Schul- und Internatsbetrieb

Gebäude und Gebäudeteile, die nicht vom Umbau betroffen sind, werden für den laufenden Schul- und Internatsbetrieb weiter genutzt. Auf den Schutz von Gesundheit und Leben und den Schutz vor Emissionen aller Art (Lärm, Staub,Geruch) ist aufgrund dieses Umstandes besonderer Bedacht zu nehmen.

Lage und Beschaffenheit des Bauplatzes

Der Bauplatz liegt im Kerngebiet der Stadtgemeinde Murau, Heiligenstatt 10 am Schulgelände der Landesberufsschule Murau.

Die Häuser 2, 3 und 4 befinden sich im Nordwesten des Bauplatzes.

Im Folgenden werden die wesentlichen Baumaßnahmen nach Häusern getrennt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, in groben Stichworten angeführt.

Haus 2

Abbruch des Daches und Teilabbruch des Dachgeschoßes inkl. Decke

Ergänzung und Umbau des 1. Dachgeschoßes in Massivbauweise

Neubau eines 2. Dachgeschoßes in Holzbauweise

Errichtung einer außenliegenden Fluchttreppe

Umbau und Sanierung der Bestandsgeschoße

Konstruktive Verstärkungen der Bestandsgeschoße

Einbau eines Aufzugs

brandschutztechnische Aufrüstung

Haus 3

Abbruch des Gebäudes bis auf das Kellergeschoß

Zusätzliche statisch-konstruktive Maßnahmen im UG und Gründungsbereich

Neubau 4 oberirdischer Geschoße in Massivbauweise

Haus 4

Abbruch des Daches und Teilabbruch des Dachgeschoßes inkl. Decke

Ergänzung und Umbau des 1. Dachgeschoßes in Mischbauweise (Massivbau und Holzbau)

Neubau eines 2. Dachgeschoßes in Holzbauweise

Umbau und Sanierung der Bestandsgeschoße mit Einbau eines zusätzlichen Treppenhauses

Statische Ertüchtigungsmaßnahmen, Einziehen von Stützen über alle Geschoße, Abbruch und Neuerrichtung der Erdgeschoßdecke, Unterfangungen und zusätzliche Fundamente

Brandschutztechnische Aufrüstung

Gebäudenutzung

Haus 2: Speisesaal und Küche im Erdgeschoß; Internatszimmer mit Nebenräumen, Aufenthaltsräume und Sanitärräume in den Obergeschoßen OG1 bis OG4; Lagerräume, Fitnessraum mit Sanitärräumen und Hautechnik im Untergeschoß.

Haus 3: Verwaltung im Erdgeschoß; Internatszimmer mit Nebenräumen und Aufenthaltsräume in den Obergeschoßen OG1 bis OG3; bestehende Haustechnikzentrale im Untergeschoß.

Haus 4: Unterrichtsräume und Nebenräume der Schule im Erdgeschoß und in den Obergeschoßen OG1 und OG2; Internatszimmer mit Nebenräumen, Aufenthaltsräume und Sanitärräume in den Obergeschoßen OG3 und OG4.

Tragkonstruktion

Haus 2 und Haus 4:

Neubaubereich: Stahlbetondecke über OG3, darüber KLH-Konstruktion

Bestandsbereich: Wände Mantelbeton bzw. Ziegelmauerwerk; Decken Stahlbetonrippendecken mit Ziegelhohlsteinen bzw. Stahlbetondecken

Haus 3:

Neubaubereich: Stahlbeton-Skelettbau; unterzugfreie Flachdecken, Stützen, Wandscheiben, Sturz und Brüstungsausbildung; Gründungen teilweise mit Bohrpfählen

Dachkonstruktion

Flachdächer, teilweise extensiv begrünt, teilweise Kiesflächen.

Fassade

Haus 2, Haus 4:

Bestandsbereich: Putzflächen teilweise saniert und neu gefärbelt

Neubaubereich: hinterlüftete Fassade aus Faserbetonplatten und offener Holzlattung, Mineralwolledämmung.

Haus 3:

Neubau: hinterlüftete Fassade aus Faserbetonplatten, Mineralwolledämmung.

Fenster

Holz- oder Holz-Alufensterkonstruktionen mit außenliegendem Sonnenschutz.

Nichttragende Innenwände

Vorwiegend Trockenbau aus Gipskarton-Ständerwandkonstruktion.

Bodenkonstruktionen

Schwimmende Estriche, Heizestriche in den Barfuß-Sanitärbereichen.

Deckenoberflächen

Haus 2 und Haus 4:

  • Sichtbetonoberfläche in den Zimmern im OG3
  • KLH-Sichtoberfläche in den Zimmern im OG4
  • abgehängte Decken in Gängen, Sanitärbereichen, Aufenthaltsräumen sowie in den Bestandszimmern. (OG1 und OG2)

Haus 3:

In den Zimmern Sichtbetonoberfläche, abgehängte Decken in Gängen und Aufenthaltsräumen.