Hartenaugasse 6

Hartenaugasse 6

Fakten

Projektzeit

03|2009 - 04|2011

Auftraggeber

Wegraz GesmbH

Straße

Hartenaugasse 6

PLZ

8010

Stadt

Graz

Land

Österreich

Leistungen

Örtliche Bauaufsicht

Das Projekt war ein Zubau zu einer historischen Bestandsvilla.

Der Zugang zum Gebäude erfolgte parkseitig über eine großzügige Freitreppe ins Erdgeschoss der zentralen, vollflächig verglasten Erschließungszone, bestehend aus einem Stiegenhaus mit Vorräumen und einem behindertengerechten Personenlift.

Das Gebäude verfügt über 3 Bürogeschoße, einem als Archiv ausbaubaren Untergeschoß und einem Dachgeschoß, das den Zugang in das Dachgeschoss der Bestandvilla ermöglicht.

Die 3 Bürogeschoße konnten jeweils als Großraumbüro oder unterteilt in Einzelbüros mit einer Mittelzone ausgebaut werden. Diese Flexibilität der Grundrisse war durch den technischen Ausbau eines Doppelbodens und einer abgehängten Decke im Mittelbereich möglich. Die Raumaufteilung war innerhalb der vorliegenden Planung des Architekturbüros wählbar. Jedes Bürogeschoss verfügt über eine WC-Anlage, einem Serverraum und einem Sozialraum.

Die Fassade wurde doppelschalig mit einem „begehbaren Zwischenraum“ ausgeführt. Die äußere Schicht ist eine vorgehängte einschalige Glaskonstruktion. Die innere Ebene ist eine verputzte Stahlbetonwand mit einer Pfostenriegelkonstruktion und Fensteröffnungen in Brüstungshöhe und Türelementen, die auf den Gitterrost der „begehbaren Zwischenzone“ führen. Zur Montage eines Sonnenschutzes war innen eine 2-läufige ALU-Vorhangschiene und außen die Montage einer motorbetriebenen Jalousienanlage vorgesehen.

Die Bürozwischenwände waren in Leichtbauweise mit Stahlzargen und beschichteten Türen und die Trennung zwischen Büros und Mittelzone waren in Nurglaswänden und Nurglastüren mit teilweisem Sichtschutz mittels Glassatinierung und nach Bedarf in Schallschutzausführung realisierbar.

Das Gebäude ist mit einem nachhaltig oberflächennahen Flächenheiz- und –kühlsystem (Betonkernaktivierung) ausgestattet wie mit einer Energieversorgung für Heizen und Kühlen über eine reversible Wärmepumpe und Tiefenbohrungen. Sanitärinstallationen sind einem gehobenen Bürostandard angepasst.

Verbunden mit den guten Dämmeigenschaften der Fassade durch 3-Fachverglasung und hochdämmenden Fassadenprofilen erfüllt dieses Gebäude den „green-building“ Standard. Gemessen am Energieausweis erreicht dieses Gebäude die Klasse B – Passivhausstandard.

Die gesamte Elektroversorgung der Büros erfolgt über einen Doppelboden. Es wurde im gesamten Gebäude ein EIB-System vorgesehen, das die gesamte Beleuchtung und die Beschattung zentral steuert.

Fotos © Gerald Liebminger