ELIN Weiz

ELIN Weiz

Fakten

Projektzeit

02|2008 – 03|2010

Auftraggeber

ARGE Architektur Consult ZT GmbH

Straße

Elin-Motoren-Straße 1

PLZ

8160

Stadt

Preding/Weiz

Land

Österreich

Leistungen

Örtliche Bauaufsicht
Leistungen gemäß BauKG

Dieses Projekt wurde in ARGE mit Vatter & Partner ZT-GmbH abgewickelt.

Die Hallenfläche beträgt ca. 16.000 m² und die Büro- und Sozialflächen umfassen ca. 5.500 m².

Durch Lage und Form des Grundstücks und die Vorgaben der Produktionslogistik wurde eine L-förmige Bebauung entwickelt. Die 240 Meter lange, vierschiffige Produktionshalle erstreckt sich über die gesamte Grundstückslänge. Im Osten findet die Halle mit der überdachten Zufahrt für Eisenbahn- und LKW- Zulieferung Ihren Abschluss. Westlich wird das Grundstück von der Bundesstraße begrenzt, über die die Zufahrt erfolgt. An dieser Straße liegt der „Kopf“ der Anlage, das dreigeschoßige Bürogebäude.

Die Erschließung ist entlang einer Achse organisiert, 
die längs durch das Bürogebäude verläuft. Vom Besucherparkplatz kommend, betritt man das Werk durch den südlich gelegenen Haupteingang, worauf man sich unmittelbar im fünf Meter hohen Foyer mit Empfang und Bar befindet. 
Daran angelagert befinden sich die Kantine, ein Vortragssaal, das Treppenhaus und Besprechungsräume, mit 
direktem Zugang auf eine Terrasse am Wasser. Beim Empfang gelangen die Mitarbeiter in die oberen Geschoße der Büros oder, der Achse folgend, vorbei an den Umkleiden in den Produktionsbereich.

Die Bürogeschoße sind als Großraumbüros mit Kommunikationszonen, mit einzelnen abgeschlossenen Führungskräftebüros und Besprechungszimmern konzipiert. Das Atrium (mit Baumbewuchs) und Lufträume, die sich über die gesamte Gebäudehöhe ausdehnen, sorgen einerseits für ein offenes Raumgefüge, schaffen andererseits ein gewisses Maß an Distanz innerhalb des Büros.
 Die Segel der straßenseitigen Süd- und Westfassade sorgen für die haustechnisch notwendige Beschattung.
 An der Schnittstelle zwischen Werkshalle und Büro bieten Fenster in allen Geschoßen, Einblicke in die Produktion.

Der Querschnitt der Halle wird durch die Vorgabe, 
dass die Arbeiten in der Produktion möglichst natürlich belichtet werden müssen, bestimmt. Ein durchlaufendes Lichtband bildet den markanten oberen Abschluss der 
beiden langen Hallenfassaden. Durch das Absenken der beiden mittleren Schiffe kann über zwei weitere Lichtbänder Tageslicht ins Innere dringen, das zusätzlich über Lichtkuppeln am Hallendach belichtet wird. Außerdem sorgt eine tageslichtabhängige Kunstlichtsteuerung für einen energieoptimierten Betrieb. Das Fensterband im unteren Bereich ermöglicht den Blick nach außen.

Im nördlichen Hallenschiff sind ein Hochregallager und zwei weitere Bürobereiche eingeschoben. Das statische Konzept der Halle wurde aus der Notwendigkeit entwickelt, dass Kräne mit bis zu 80t Nutzlast alle Hallenschiffe, über die räumlichen Einbauten hinweg, durchfahren müssen. Die statischen und dynamischen Kräfte der Kranlasten werden über eingespannte Stahlbetonstützen in die Köcherfundamente abgeleitet. Ein niederer Produktionsbereich, in Verlängerung des Bürogebäudes, die so genannte Spule, wird westlich an die Halle angelagert. Hier bietet die Lochfassade eine ausreichende Belichtung der Handarbeitsplätze.

Farblich wird das Innere durch die beiden Firmenfarben Orange und Blau bestimmt. Neben diesen Farben der Maschinen und Kräne prägt die helle Holzleimbinderkonstruktion des Daches das Erscheinungsbild.

Einen wesentlichen Teil der Anlagentechnik bzw. der Gesamtinvestition bildet das Prüffeld, welches mit dem im Freien liegenden Maschinenhaus über einen Leitungskollektor verbunden ist. Von der in orangem Sichtbeton ausgeführten Messkabine werden die Belastungsprüfungen der Motoren und Generatoren überwacht.

Das ebenfalls in orangem Beton eingefärbte Maschinenhaus, ein freistehender, fensterloser Monolith, beinhaltet nur Anlagentechnik und keine Arbeitsplätze.

Die Gestaltung der Außenanlagen konzentriert sich 
auf den Eingangsbereich und den Bereich zwischen Kantine und Straße, wo sich ein größerer Retentionsteich befindet. Mitarbeiterparkplätze, LKW –Aufstellflächen, die Werksumfahrt, ein unter der Erde liegendes Sprinkler-becken und Schutzdächer belegen die Restflächen des Grundstücks, welches durch den gesamten Werksneubau maximal genutzt ist.

Sicherheitstechnische Anlagen

  • Zutrittskontrollen
  • Brandmeldeanlage
  • Brandrauchentlüftung
  • Produktionstechnische Sicherheitssysteme
  • Blitzschutz